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Bedienung der Tragkraftspritze

Hier möchten wir Ihnen die Bedienung unserer Tragkraftspritze etwas näher erläutern. Viel Spaß beim Studieren, jedoch sollte der Bediener von Feuerlöschkreiselpumpen den Lehrgang “Maschinist für Löschfahrzeuge” absolviert haben. Regelmäßiges Üben macht den Meister und weiterhin sollte eh jede FP in regelmäßigen Abständen, sagen wir mindestens vierteljährlich, an eine Wasserentnahmestelle angeschlossen werden und unter Wasserförderung ca. eine halbe Stunde betrieben werden. Da sollte genügend Übungsmöglichkeit für jeden Maschinisten bestehen.

 
Einschalten und Ausschalten:

 

Motorstart:
  • Sicherstellen, dass die Kupplung ausgekuppelt ist. Schalthebel in die linke Stellung bringen.
Pumpe einschalten:
  • Motor starten.
  • Alle Blindkupplungen abnehmen.
  • Niederschraubventile der Druckabgänge und Entwässerungshahn schließen. Gewünschtes Niederschraub- ventil leicht öffnen, damit das Förderwasser die Restluft besser heraus drücken kann.
  • Schalter ZÜNDUNG/ STARTEN nach rechts in Stellung ZÜNDUNG ein drehen. Die Kontrollampen Batterie, Öldruck und Motorelektronik leuchten, wobei die Kontrollampe Motorelektronik nach kurzer Zeit und die Selbstdiagnose abgeschlossen ist verlischt.
  • Schalthebel der Kupplung in Stellung eingekuppelt schalten.
  • Gas-Drehknopf in Leerlaufstellung lassen.
  • Motor durch Weiterdrehen des Schalters ZÜNDUNG/ STARTEN nach rechts bis zum Widerstand in Stellung START anlassen.
  • Nach Motorstart Schalter ZÜNDUNG/ STARTEN loslassen. Der Schalter dreht selbstständig zurück in Stellung EIN.
  • Hohe Drehzahlen sind bei neuem oder kaltem Motor zu vermeiden. Es empfiehlt sich den Motor immer zuerst zu starten und während der Warmlaufphase die weiteren Arbeiten zur Inbetriebnahme durchzuführen.
  • Beim Entlüften den Gas- Drehknopf maximal bis zur Stellung SAUGEN drehen.
  • Sobald das Überdruck-Mess-gerät 2 - 3 bar Druck anzeigt, das Niederschraubventil zum gewählten Abgang langsam öffnen.
  • Setzt die Wasserförderung ein Ventil langsam komplett öffnen.
  • ACHTUNG! Pumpenausgangsdruck so einstellen, dass die Entlüftungseinrichtung ausgeschaltet hat ( etwa > 1,5 bar). Es darf kein Wasser mehr aus den Ausstoßrohren gefördert werden.
  • Pumpen-Ausgangsdruck maximal 16 bar! Achte bei der Lösch- wasserförderung über lange Wegstrecken in der geschlossenen Schaltreihe auf den Eingangsdruck. Ist dieser sehr hoch kann es durch Druckaddition zum Sprengen des Pumpengehäuses kommen.
Notstart:
  • Die Batterie darf für den Notstart nicht völlig entladen sein. Mindest-Batterie-kapazität für Handstart bei -15°C Umgebungs-temperatur: 20 % der Nennkapazität. Also keine unnötigen Startversuche durchführen.
  • Schalter ZÜNDUNG/ STARTEN nach rechts in Stellung Zündung EIN drehen. Die Kontrollampen Batterie, Öldruck und Motorelektronik leuchten.
  • Gas-Drehknopf in Leerlaufstellung lassen.
  • Handgriff der Notstarteinrichtung herausziehen, bis Widerstand spürbar ist.
  • Zum Start des Motors den Handgriff zügig und kontinuierlich weiter ziehen.
  • Handgriff wieder zurückführen und dabei sauberes Aufwickeln des Zugseiles achten.
  • Vorgang falls notwendig wiederholen
Ausschalten:
  • Niederschraubventile langsam schließen und Drehzahl auf Leerlauf absenken.
  • Schalthebel der Kupplung in Stellung ausgekuppelt bringen.
  • Motor zur Abkühlung noch etwa zwei Minuten im Leerlauf weiter laufen lassen (Kühlmittel wird umgewälzt).
  • Schalter ZÜNDUNG/ STARTEN nach links in Stellung O drehen und dem Motor wird abgestellt.
 
Einstellen und Überwachen:
  • Überwachen Sie ständig den Füllstand des Kraftstoffbehälter, um unnötige und zeitraubende Unterbrechungen des Pumpenbetriebes zu vermeiden.
  • Leuchtet die Kontrollampe Tankinhalt bei waagerecht stehender Pumpe auf, beträgt der Füllstand noch etwa 15 % und ermöglicht noch eine Betriebszeit von ca. 20 Min. bei einer Förderleistung von 800 l/min bei 8 bar.
  • Steigt die Kühlwassertemperatur deutlich über die normale Betriebstemperatur an leuchtet die Kontrollampe Kühlwassertemperatur auf. Den Motor sofort in den Leer- lauf bringen, Pumpe auskuppeln und Motor zur Abkühlung lastfrei laufen lassen oder bei eingekuppelter Pumpe bei geringer Drehzahl laufen lassen (Zusatzkühlung über Wärmetauscher weiter in Betrieb). Ursache der Überhitzung ermitteln und beheben.
  • Leuchtet die Kontrollampe Batterie während des Betriebes, könnte der Poly-V- Riemen lose oder gerissen sein. Die Batterie hat dann nur noch für kurze Zeit Stromreserven um den Motorlauf zu gewährleisten.
  • Leuchtet die Kontrollampe Öldruck während des Betriebes, kann die Schmierölver- sorgung des Motors unterbrochen sein. Motor sofort abstellen und den Ölstand prüfen, bei Bedarf nachfüllen. Gelegentliches Flackern der Öldrucklampe im Leerlauf ist unbedenklich.
  • ACHTUNG! Längerer Betrieb bei Kavitation kann zu schweren Schäden an der Kreiselpumpe führen. Drehzahl senken, Saughöhe verringern, mögliche Verengung in der Saugleitung beseitigen oder Förderstrom verringern.