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Tragkraftspritze TS 8/8 - T83.1

Was ist eine Tragkraftspritze?

Die Tragkraftspritze ist ein kleiner, tragbarer Maschinensatz, bei dem die Feuerlöschkreiselpumpe durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird. Sie wird überall dort angewendet, wo der Einsatz von in Löschfahrzeugen fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpen nicht möglich ist. Die Einheitstragkraftspritze T83.1 entspricht in ihrem Einsatzwert der DIN 14410 (DIN in der Bedienungsanweisung des VEB Feuerlöschgerätewerkes Jöhstadt, Ausgabe 1973 erwähnt !). Die Tragkraftspritze nach TGL (Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen) besitzt bei korrekter Bedienung, im Vergleich zu manchen modernen Tragkraftspritzen, eine außerordentliche Robustheit und wird sicher noch einige Jahre bei den Feuerwehren der ehemaligen DDR anzutreffen sein. Eine Ersatzteilversorgung ist, bis auf Großteile des Antriebsmotors, durch die Firma PF Pumpen und Feuerlöschtechnik Jöhstadt GmbH, dem Nachfolger des ehemaligen DDR-Herstellers, gewährleistet.

 

Technische Daten:
Hersteller: VEB Feuerlöschgerätewerk Jöhstadt
Typ: TS 8/8 - T83.1
Baujahr: 1969
Gewicht: 130 kg (leerer Tank)
Nennleistung: 800 l/min bei 8 bar und 1,5 m Saughöhe und 2850 U/min Nenndrehzahl
Maximaler Volumenstrom: 1300 l/min
Maximaler Druck: 13,2 bar (bei Nullförderung)
Pumpenausführung: zweistufige Kreiselpumpe starr mit Motor verbunden
Entlüftungseinrichtung: Frischgasstrahler
Antriebsmotor: Förderwassergekühlter 2-Zylinder-Zweitakt- Ottomotor mit 1100 ccm und 28 PS bei 3000 U/min, Typ ZW 1103, Hersteller Barkas
Kraftstoff: Gemisch 1:25 (heute durchaus 1:33 möglich)
Kraftstoff:  28 Liter (ausreichend für 2 Stunden Betrieb)

 

Aufbau der Tragkraftspritze:

 

Motor und Pumpe sind bei der T83.1 unmittelbar aneinander gebaut, starr miteinander verbunden und auf einem federnden Traggestell mit ausziehbaren Tragrohren montiert. Da Kreiselpumpen selbst nicht in der Lage sind das Förderwasser anzusaugen wird als hier als Entlüftungsvorrichtung ein Frischgasstrahler verwendet. Die Kühlung des Motors erfolgt mit Wasser, indem ein Teil des Förderwassers der Pumpe direkt den Kühlwassermantel des Motors durchströmt. Die Betätigung des Gasstrahlers und die Steuerung des Kühlwasser erfolgen gekoppelt über den gleichen Schalthebel.